Für Europa sind die gemütlichen Zeiten im sicheren Schoß der beschützenden Vereinigten Staaten vorbei. Diese Erkenntnis ist keine spektakuläre Neuigkeit. Spätestens mit der neuesten nationalen Sicherheitsstrategie dokumentieren die USA ihre Distanz zu Europa und insbesondere zur EU. Die Europäer haben sich viel zu lange und zu gutgläubig auf den kostengünstigen Schutz der Supermacht jenseits des Atlantischen Ozeans verlassen. Jetzt fühlen sie sich vor den Kopf gestoßen und hilflos.
Die eigene Unzulänglichkeit, für existenzielle Sicherheit in Europa zu sorgen, holt die europäischen Staaten nach Jahrzehnten der sicherheitspolitischen Sorglosigkeit ein. Die donnerstägliche Polit-Plauderrunde bei Talkmasterin Maybrit Illner thematisiert ausgiebig die nationale Sicherheitsstrategie der USA. Obwohl Außenpolitik ein wichtiges Themenfeld ist und Illner sehr viele Sendungen zur Außenpolitik macht, kommt nie ein deutscher Spitzenpolitiker in die Sendung. Lediglich der Dauergast aus der zweiten Reihe, Norbert Röttgen, sitzt wie immer in der Runde, als sei er mit der Requisite verwachsen.
Die Debatte ist zum Großteil ein vorhersehbares Trump-Bashing. Selbstmitleidig schimpfen die Gäste auf die USA. Von eigenem Fehlversagen spricht dagegen niemand. Einen großen informativen Mehrwert bietet die wehleidige Diskussion kaum.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











