Bereits Wörter wie „Hafen“ unbekannt: Lehrer schildern Sprachmängel von Grundschulkindern in Düsseldorf

vor 6 Monaten

Bereits Wörter wie „Hafen“ unbekannt: Lehrer schildern Sprachmängel von Grundschulkindern in Düsseldorf
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Ein Beitrag der Rheinischen Post (RP) schildert alarmierende Zustände an Düsseldorfer Grundschulen. Viele Lehrkräfte bemängeln die mangelnden Sprachkenntnisse der eingeschulten Kinder. Bereits Wörter wie „Hafen“, „torkeln“ oder „Zoo“ seien vielen Kindern fremd. „Auch ein ‚er kommte‘ statt ‚er kam‘ hören wir immer wieder“, gibt eine Schulleiterin an. Das Problem betreffe „insbesondere Migranten“. Aber auch Kinder, deren Eltern Deutsch bereits als Muttersprache beherrschen, machten Fehler, die früher in diesem Ausmaß nicht zu beobachten gewesen seien.

Früher habe es unter 50 Erstklässlern lediglich zwei oder drei Fälle mit Förderbedarf gegeben. Jetzt sei das Verhältnis genau umgekehrt: „Heute sind es vielleicht vier oder fünf Kinder, die keinerlei Förderbedarf haben.“ An der Gemeinschaftsgrundschule Sonnenstraße in Oberlik würden rund 20 von 90 Schülern jeweils die erste oder die zweite Klasse wiederholen. „Insgesamt sind es dann an die 40 Kinder, die ihre Schuleingangsphase von zwei auf drei Jahre ausdehnen“, sagt der zuständige Schulleiter.

Der Hauptgrund liege hierfür in der mangelnden frühkindlichen Sprachförderung. Viele Kinder, vor allem aus Einwanderermilieus, würden keine Kita besuchen und erlitten deshalb erhebliche Defizite in der sprachlichen Entwicklung. Um derartige Defizite zu verhindern, müssen Kinder im Alter von vier Jahren normalerweise Sprachtests absolvieren. Werden bei diesem Test sprachliche Defizite diagnostiziert, ist der Besuch von Sprachkursen verpflichtend.

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