Die Grünen in Berlin-Pankow haben die falschen Belästigungsvorwürfe gegen Stefan Gelbhaar verurteilt – eine Entschuldigung gab es bei dem Bundestagsabgeordneten jedoch nicht. Am Dienstagabend fasste die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes einen Beschluss im Umgang mit der Gelbhaar-Affäre: „Mit Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass ein Teil der Anschuldigungen gegen Stefan Gelbhaar unter falscher Identität erhoben wurde, indem eine eidesstattliche Versicherung möglicherweise gefälscht wurde“, heißt es dort.
Der Grünen-Politiker war noch im November mit 98,4 Prozent zum Direktkandidaten für Berlin-Pankow gewählt worden, ehe im Dezember aufkommende Vorwürfe der sexuellen Belästigung erst seinen Rückzug als Kandidat für die Landesliste bewirkten und im Januar dann sogar dafür sorgten, dass Gelbhaar seine Direktkandidatur bei einer zweiten Wahlversammlung verlor. Mittlerweile ist klar: Der Kern der vom RBB veröffentlichten Belästigungsvorwürfe wurde von einer Grünen-Bezirkspolitikerin erfunden (Apollo News berichtete).
Bis zur Auflösung der falschen Verdächtigungen gab es aus den Reihen der Grünen wenig Zuspruch für Gelbhaar, der seit 2017 Mitglied des Bundestags ist. Auch auf der Mitgliederversammlung tat sich die Partei schwer. „Die Partei steht nicht über den Menschen“, hielt ein Mitglied laut der Berliner Zeitung am Dienstagabend fest und kritisierte, genau das sei aber passiert. Das zeigt sich auch in dem gefassten Beschluss des Kreisverbandes.
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