Am Freitag stürmten bewaffnete Kriminelle eine katholische Schule in Papiri, Nigeria, und entführten mehrere Schüler, wie der britische Guardian berichtet. Die genaue Anzahl ist laut Behörden nicht bekannt. Der lokale Fernsehsender Aris TV berichtet, dass 52 Schüler entführt wurden, ebenso wie Angestellte. Die Attacke ereignete sich im Bundesstaat Niger, der sich östlich der Hauptstadt Richtung Benin erstreckt. Noch hat sich keine Gruppe zu der Entführung bekannt. Die Regierung spricht davon, dass es wahrscheinlich bewaffnete ehemalige Hirten waren. Im Bundesstaat Niger leben sowohl Christen als auch Muslime, 1999 wurde die Scharia gesetzlich verankert.
Es ist die zweite Entführung christlicher Schüler in Nigeria innerhalb von einer Woche. Die lokale Regierung im Bundesstaat Niger hatte deshalb die Schließung von Schulen wegen der gefährdeten Sicherheitslage angeordnet. Sie wirft der Schule nun vor, mit der erneuten Öffnung ein unnötiges Risiko eingegangen zu sein, vor allem weil die Wiedereröffnung nicht abgesprochen worden sei. Laut BBC fürchten Anwohner, dass sogar bis zu 100 Schüler und Lehrer entführt worden sein könnten. Am Montag wurden 25 Schülerinnen von einer muslimischen Mädchenschule im Bundesstaat Kebbi entführt. Der Schulleiter wurde getötet, ein Lehrer an der Hand verletzt.
Am Wochenende kam es auch zu einem Angriff auf einen Gottesdienst in Eruku im Bundesstaat Kwara. Bewaffnete stürmten die Kirche, töteten mindestens zwei Gottesdienstbesucher und entführten den Pastor sowie mehrere Gemeindemitglieder. Da der Gottesdienst live im Internet übertragen wurde, war die Tat für tausende Menschen im Internet zu sehen. Mittlerweile wurde bekannt, dass laut BBC mindestens 38 Personen entführt wurden.
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