Am Schauspielhaus Bochum eskalierte am Samstag eine Theaterpremiere: Bei der deutschsprachigen Uraufführung des Stücks „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ wurde ein Schauspieler von zwei Zuschauern tätlich angegriffen. Über die brutale Attacke hatte zuerst Welt berichtet.
Das Stück des portugiesischen Autors Tiago Rodrigues sorgte auch in anderen Ländern für heftige Reaktionen: Es gab regelmäßig Zwischen- und Buhrufe, Zuschauer verließen den Saal. Handgreiflichkeiten – und tätliche Angriffe – aber sind neu. Die Handlung des 150-Minuten-Stücks ist dabei bewusst provozierend: Um den Mord an der Landarbeiterin Catarina zu rächen, die einst in der Salazar-Diktatur erschossen wurde, entführt die Familie im Stück jedes Jahr einen Faschisten, um ihn nach dem Essen zu töten. Am Ende hält der Faschist eine knapp 15 Minuten lange Rede, deren Inhalt immer extremer wird.
Zwei Bühnenhälfte, die durch den Plot verbunden werden: Faschist und Familie.
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