In der Talkshow von Markus Lanz im ZDF forderte der Ex-Grünenpolitiker und Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, einen klaren Wechsel in der Migrationspolitik. Palmer kritisierte dabei ein wiederkehrendes Muster: „Alleinreisende männliche Asylbewerber irgendwo zwischen Afghanistan und dem Maghreb. Man weiß, dass die schon oft kriminell geworden sind. Sie werden aber nicht gestoppt. Und irgendwann kommt das Messer und Menschen sind tot. Es ist immer wieder passiert.“
Palmer prangert an, dass der Staat zu lange nicht entschieden genug gegen kriminelle Asylbewerber vorgegangen sei und es zudem versäumt habe, dieses Muster überhaupt anzuerkennen. „Es wurde auch geleugnet, dass es dieses Muster gibt“, betonte der ehemalige Grünen-Politiker. Seiner Meinung nach müssten Maßnahmen wie Abschiebungen effizienter umgesetzt werden. Darüber hinaus kritisierte er die Möglichkeit, dass kriminelle Asylbewerber sich durch einfache Maßnahmen wie einen Zimmerwechsel in einer Asylunterkunft einer Abschiebung entziehen könnten.
Das Muster, welches Palmer beschreibt, wird von Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) gestützt. Statistiken für das Jahr 2023 zeigen eine Zunahme von Messerangriffen, insbesondere im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung, sowie bei Raubdelikten. Laut BKA wurden 8950 Fälle von Messerangriffen bei Körperverletzungen registriert. Ein Anstieg um fast 800 Taten, im Vergleich zu 2022.
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