Mit der Einführung der European Digital Identity Wallet – kurz EUDI – schafft die Europäische Union derzeit die technische Grundlage für eine weitreichende Kontroll- und Überwachungsinfrastruktur. Parallel dazu wird auf europäischer Ebene aktiv an der Einführung des digitalen Euro sowie an Bargeldobergrenzen gearbeitet.
Die im Jahr 2024 beschlossene EU-Verordnung eIDAS 2.0 verpflichtet alle EU-Mitgliedstaaten dazu, ihren Bürgern bis Ende 2026 kostenlos eine digitale Brieftasche „anzubieten“. In Deutschland soll die umstrittene Wallet am 2. Januar 2027 in Betrieb gehen. Auch wenn die Nutzung offiziell freiwillig bleibt, verfolgt die EU-Kommission ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen vier Fünftel aller EU-Bürger die Wallet aktiv nutzen.
Was auf dem Papier zunächst wie ein einfacher Digitalisierungsschritt wirkt, könnte in der Praxis weitreichende Folgen haben. Denn die Wallet soll nicht nur den Personalausweis ersetzen, sondern künftig zahlreiche weitere Dokumente bündeln – darunter Führerschein, Bildungsnachweise, Krankenkassenkarte, Bankkonto-Authentifizierung sowie Zugänge zu Behörden, alles in digitaler Form innerhalb eines zentralen Systems.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











