Bleibt die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD?
Die Unions-Promis Peter Tauber, Karl-Theodor zu Guttenberg und Andreas Rödder werben für einen neuen Umgang mit der AfD. Mit ihren Statements im Stern haben sie eine Debatte über die Parteigrenzen der Union hinweg ausgelöst. Die Kritik an der sogenannten „Brandmauer“ kommt plötzlich, könnte aber längerfristigen Regierungsplänen der Union nützlich sein – und eine Regierung ohne linken Koalitionspartner möglich machen.
Als Friedrich Merz am Dienstag zum Antrittsbesuch beim brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) erscheint, hat der Kanzler mal wieder markige Worte im Gepäck: „Wir sind die Brandmauer“, sagt er entschlossen, als er von einem Journalisten gefragt wird, ob er an der Abgrenzungslinie zur AfD festhalten wolle. Merz zeigt sich überzeugt: Es gebe diesbezüglich „keine Auflösungserscheinungen“ in seiner Partei.
Doch schon wenige Stunden nachdem der Sauerländer sein großes Bekenntnis zur Brandmauer abgelegt hat, führen ausgerechnet seine Parteikollegen die Aussagen des Kanzlers ad absurdum. Im Stern fordern gleich drei bekannte Unionspolitiker einen Kurswechsel im Umgang mit der AfD: der ehemalige CDU-Generalsekretär und Merkel-Treue Peter Tauber ebenso wie Ex-CSU-Generalsekretär und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Komplettiert wird das Trio vom ehemaligen Vorsitzenden der CDU-Grundwertekommission, Andreas Rödder.
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