Brüssels Megalomanie fordert ihren Tribut

vor 12 Monaten

Brüssels Megalomanie fordert ihren Tribut
Bildquelle: Tichys Einblick

Feierstunde in Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz präsentierte am Montag das vermeintliche Comeback der deutschen Depressionswirtschaft. Unter dem wirklich originellen Titel (Ironie) „Made for Germany“ legten 60 Großkonzerne ihre selbstverständlich längst verbuchten Investitionen für die kommenden Jahre als aggregierten Befreiungsschlag vor. „Deutschland ist zurück“, schrieb Merz auf „X“, pathetisch, infantil – Gänsehautstimmung der unangenehmen Art.

Die Realität der deutschen Wirtschaft sieht ein wenig anders aus: Der Arbeitsmarkt ist längst gekippt, hunderttausend Industriejobs werden in diesem Jahr noch gestrichen. Rekordinsolvenzzahlen und ein dramatischer Kapitalabzug runden das Bild einer krachend gescheiterten Wirtschaftspolitik ab. Wie weit der PR-Auftritt von Merz und seiner Konzern-Crew von der ökonomischen Wahrheit abweicht, zeigen Zahlen zu den Netto-Direktinvestitionen in den letzten Jahren: Im vergangenen Jahr verlor Deutschland 64,5 Milliarden Euro netto an das Ausland, 2023 waren es 67,3 Milliarden, 2022 sogar 112,2 Milliarden Euro.

Deutschland blutet aus. Und dass sich die politische Führung und die, nennen wir sie aus praktischen Gründen „Wirtschaftselite“, über die wahren Gründe dieses Kollapses ausschweigen, ist der eigentliche Skandal. Ein Wirtschaftsgipfel „Made for Germany“ müsste den Ausstieg aus der grünen Katastrophenagenda verkünden. Er müsste einen drastischen Rückbau von Bürokratie und Regulierungszwang zum Inhalt haben, von der Rückkehr zum günstigen russischen Gas und zur Kernkraft, die unverzichtbaren Säulen der deutschen Standortpolitik, ganz zu Schweigen.

Kontrastiert man die Konzernrunde mit diesem Zahlenwerk, so wird klar, weshalb die PR versandete und uninspiriert und schmallippig kommentiert in den Archiven politischer Plazebopolitik abgelegt wurde.

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