Ferda Ataman, Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, dringt auf ein gesetzliches Verbot von Diskriminierung durch Algorithmen und Künstliche Intelligenz. „Bisher ist nicht im Gesetz geregelt, was passiert, wenn nicht ein Mensch, sondern ein Computerprogramm diskriminiert hat“, so Ataman gegenüber der Rheinischen Post.
Mit Blick auf die anstehende Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) will Ataman deshalb klare Vorgaben verankern. „Bis vor Kurzem waren es Menschen, die andere Menschen diskriminiert haben. Inzwischen machen das auch Computerprogramme: bei automatisierten Entscheidungen in Bewerbungsverfahren, bei der Vergabe von Wohnungen oder auch bei Krediten“, so Ataman. KI könne dabei bestehende Ungleichheiten festigen und sogar verstärken.
Eine entsprechende Reformforderung kam zuvor auch von der Arbeitsgemeinschaft „SPD Frauen“, die sich ebenfalls für Anpassungen am AGG ausgesprochen hatte.
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