Bundestag entscheidet am Mittwoch über Teil-Ende der „Turbo-Einbürgerung“: Großteil der Regelung soll bestehen bleiben

vor 9 Monaten

Bundestag entscheidet am Mittwoch über Teil-Ende der „Turbo-Einbürgerung“: Großteil der Regelung soll bestehen bleiben
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Der Bundestag entscheidet am Mittwoch über die mögliche Abschaffung der sogenannten „Turbo-Einbürgerung“. Diese Regelung, die erst vor gut einem Jahr eingeführt worden war, ermöglichte eine Einbürgerung bereits nach drei Jahren, sofern besondere Integrationsleistungen vorlagen. Nun wollen Union und SPD die Regelung wieder streichen. Gegen 16:30 Uhr soll im Bundestag entschieden werden.

Die sogenannte Turbo-Einbürgerung war Teil der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, die im Juni 2024 in Kraft getreten war. Sie wurde von der damaligen Ampel-Regierung eingeführt. Ziel war es, Personen mit guter Integration schneller die deutsche Staatsbürgerschaft zu ermöglichen. Die Union hatte das Konzept von Beginn an abgelehnt und betont, eine Einbürgerung müsse „am Ende eines Integrationsprozesses stehen und nicht am Anfang“.

Trotz der Reform machte die beschleunigte Einbürgerung bisher nur einen geringen Anteil der Gesamtzahlen aus. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 292.000 Menschen eingebürgert – ein historischer Höchststand. In Berlin etwa lag die Zahl der Einbürgerungen bis Ende August bereits über dem Niveau des gesamten Jahres 2024. Seit Januar erhielten dort mehr als 27.000 Personen den deutschen Pass.

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