Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und der dadurch ausgelösten Energiekrise hat die Bundesnetzagentur zu einem sparsamen Umgang mit Gas geraten und gleichzeitig vor Preissteigerungen gewarnt. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die meisten privaten Haushalte seien durch „Preisgarantien für zwölf Monate oder länger“ zunächst abgesichert. Bei Anschlussverträgen drohe es dann jedoch teurer zu werden.
„Zum Glück ist die heutige Situation mit der vor fünf Jahren nicht vergleichbar“, sagte Müller, der im Herbst noch vor „Energiepreisen des Grauens“ gewarnt hatte. Damals waren nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Gaspreise in die Höhe geschossen – auch weil die damalige Bundesregierung der Situation nur mäßig Herr wurde. Auch wenn es nicht so schlimm sei wie 2022, sei Gas auch jetzt „ein wertvolles Gut“, so Müller. Die Bürger sollen also erneut sparen: „Mit Gas sorgsam umzugehen, ist nicht verkehrt“, so Müller im Interview.
Im Winter waren die deutschen Gasspeicher dabei tatsächlich historisch schlecht gefüllt. Laut den Daten der Initiative Energie Speichern waren die deutschen Erdgasspeicher etwa im Februar nur noch zu 25,5 Prozent gefüllt. Das ist ein historischer Tiefstand für den damaligen 10. Februar. Typisch für diese Jahreszeit sind weit über 40 Prozent: Am 10. Februar 2025 etwa waren es 48,7 Prozent. Die Bundesregierung hatte dennoch keinen Handlungsbedarf gesehen.
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