Nach seinen Bestsellern „Der Staatsvirus“ und „Das Staatsverbrechen“ legt Gunter Frank mit „Der Staatsverrat“ nach – radikaler, umfassender und gemeinsam mit zwei Mitautoren verfasst. Der Heidelberger Hausarzt, der früh vor den Folgen der Corona-Maßnahmen warnte und recht behielt, analysiert darin nichts Geringeres als den schleichenden Umbau Deutschlands in einen totalitären Korporatismus.
Im Gespräch spricht er über den doppelten Staatsverrat – vom Staat und am Staat –, über die Mechanismen der „großen Gehirnwäsche“, die Rolle der Kirche in der Krise und warum skrupellose Menschen sich in jedem System durchsetzen. Ein offenes, kritisches und zugleich hoffnungsvolles Gespräch mit einem der konsequentesten Kritiker des deutschen Gesundheits- und Politiksystems.
Corona war nur der Vorbote: Skrupellose Eliten haben den Staat verraten und ihn zum Verräter gemacht, indem sie die freiheitlich-demokratische Ordnung durch autoritären Korporatismus und systematische Gehirnwäsche schleichend auflösen. Nur die Rückkehr zu echter Wirklichkeitsanerkennung und unabhängigen Institutionen kann das noch stoppen, meint Dr. Gunter Frank im Interview mit Alexander Wallasch:
Alexander Wallasch: Nach „Der Staatsvirus“ und „Das Staatsverbrechen“ heißt Ihr neues Buch „Der Staatsverrat“. Um was geht’s Ihnen: Wurde der Staat verraten oder wurde der Staat zum Verräter?
Gunter Frank: Diejenigen, die diesen Staat verraten haben, benutzen ihn nun, um das, was eigentlich diesen Staat ausmacht, nämlich eine freiheitlich-demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung, auszuhebeln.
Das heißt, beides stimmt – der Staat wurde verraten und der Staat wurde zum Verräter, wenn man die, die ihn betreiben, als den Staat bezeichnet?
Genau. Der Begriff autoritärer Korporatismus trifft es ebenfalls.
Gunter Frank, Martina Binnig, Kay Klapproth – drei Autoren – ist Ihnen die Puste ausgegangen?
Ich wollte zwei Mitstreiter, mit denen ich sehr viel über diese Themen diskutiert habe – unsere Meinungen und Sichtweisen auf die Dinge passen sehr gut zusammen –, die wollte ich in „Der Staatsverrat“ zusammenbringen.
Mit wie viel Wut im Bauch sind die etwas mehr als 200 Seiten zusammengekommen?
Die Wut im Bauch ist seit fünf Jahren da und sie war es in Teilen schon vorher. Insofern habe ich gelernt, damit umzugehen und sehr sachlich zu schreiben. Uns ging es darum, diese Wut in ein plausibles Konzept zu gießen, um es fassbar erklärbar zu machen; das Unerklärliche, das gerade läuft, nämlich dass eine komplette Gesellschaft bis auf die wackeren fünf oder zehn Prozent – es werden gerade mehr – die Wirklichkeit ausblendet.
Wir befinden uns gerade im tiefsten Mittelalter. Wenn zwei und zwei nicht mehr vier, sondern fünf sind, dann sind wir im orwellschen Kosmos angelangt.
Und das erklärbar zu machen, das ist der Anspruch dieses Buches. Wir haben ein sehr gutes Modell gefunden, welches natürlich nie die absolute Wahrheit darstellen kann. Dazu ist der ganze Vorgang zu komplex. Aber ich glaube, wir haben den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen, welche Kräfte hier eigentlich wirken.
Muss man so ein Buch populistisch anlegen?
Im positiven Sinne ja. Man muss versuchen, komplexe Dinge, in eine griffige, möglichst einfache Form zu bringen. Allerdings, wenn man das Buch liest – gerade der dritte Teil in seiner Komplexität –, einfach nur „einfach“ ist es dann doch nicht. Das muss auch so sein, wenn man diese Verflechtungen sichtbar machen will.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











