Die stellvertretende Chefredakteurin von Correctiv, Anette Dowideit, preist im Fernsehen Friedrich Merz’ Wählertäuschung in Sachen Schuldenbremse als „sehr, sehr klugen Schachzug“. Noch vor wenigen Wochen hatte das linkslastige Medienportal Merz immer wieder ins Visier genommen und ihm „Tabu-Bruch“, „Rechtsruck“ und „Hardliner-Politik“ vorgeworfen.
So schnell kann es gehen. Das regierungsnahe und teils regierungsfinanzierte Medium hatte im Wahlkampf alles gegeben, einen „Rechtsruck“ der CDU behauptet und von einer möglichen Minderheitsregierung geraunt, die sich von der AfD tolerieren lassen würde. Von „rechten Hardlinern“ war die Rede, ein anonymer früherer CDU-Bundestagsabgeordneter wurde zitiert: Ein „bestimmtes Milieu – anti-woke, anti-links, ein bisschen rassistisch – betreibt Agenda-Setting.“
Von „Links ist vorbei“ in Rekordzeit zum Lob von links: Friedrich Merz
Merz war für Correctiv „der Mann der Großkonzerne“, eine Grafik widmete sich seinem „Lobby-Netzwerk“. Als Merz von 500 islamistischen Gefährdern sprach, die nicht abgeschoben werden und frei herumlaufen, beeilte sich Correctiv, die Zahlen herunterzurechnen: Einige der Dschihadisten seien im Ausland, andere in Haft, übrig bliebe nur die Hälfte. Außerdem handle es sich nicht vorwiegend um Syrer und Afghanen, die meisten seien „Deutsche“.
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