Einen Tag nach der umstrittenen Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, praktisch ein Waffen-Embargo gegen Israel zu verhängen, kommt nun aus der CSU deutliche Kritik an Merz‘ Kurs. So hat der wichtigste Parteimann in Berlin, Landesgruppenchef Alexander Hoffmann, die Entscheidung und auch die Art und Weise der Kommunikation kritisiert.
„Die CSU war an dieser Entscheidung nicht beteiligt und wir halten sie für bedenklich. Das wäre eine Abkehr von Jahrzehnten außenpolitischer Kontinuität gegenüber Israel und als solche zumindest erklärungsbedürftig. Wir werden dazu interne Gespräche in der Koalition führen“, so Hoffmann gegenüber der Bild. Wie die Zeitung berichtet, soll Bayerns Ministerpräsident Markus Söder „besonders sauer“ über Merz’ Entscheidung sein.
Die Kritik aus der CSU ebbt nicht ab, bereits am Freitag hatten sich mehrere hochrangige CSU-Politiker deutlich missbilligend geäußert. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger schrieb etwa auf X: „Israels Sicherheit gegenüber seinen zahlreichen gefährlichen Feinden wird dadurch sicher nicht verbessert.“ Klaus Holetschek, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, bezeichnete die Entscheidung unterdessen als „falsch“.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











