Am Sonntag fand eine Demonstration für das iranische Mullah-Regime in Frankfurt am Main statt. Einige der 650 bis 800 Demonstranten riefen unter anderem „Allah akbar“ und „Tod Israel“. Außerdem trugen sie Plakate mit der Aufschrift „Besser Mullah als US-Besatzung“, „Kindermörder Israel“ sowie „Keine Ablenkung von den Epstein-Files“, wie die dpa berichtet. Veranstalter war die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH), die in der Vergangenheit auch Demonstrationen für Gaza organisierte, unter anderem am 7. Oktober 2025, dem dritten Jahrestag des Hamas-Massakers. Der israelischen Regierung warfen die Veranstalter mehrfach Völkermord vor.
Die Grüne Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, die selbst in Teheran geboren wurde, bezeichnete die Demonstration als unerträglich. „Dass ausgerechnet am Weltfrauentag Feinde von Frauenrechten und Menschenrechten eine Kundgebung für ihre Botschaften nutzen könnten, ist unerträglich“, sagte sie gegenüber Bild. Sie habe zahlreiche Nachrichten von Exil-Iranern bekommen. „Sie schreiben, dass diese Kundgebung retraumatisierend ist. Dass es sie erschüttert, wenn sie Symbole und Parolen sehen werden, die ihre Familien seit Jahrzehnten unterdrücken, die ihnen selbst Leid zugefügt haben.“
Bei einer Gegendemonstration waren rund 400 Personen anwesend, wie die Polizei mitteilte. Bei der pro-Mullah-Demonstration herrschte laut einem dpa-Reporter eine aggressive Stimmung. Videos in den sozialen Medien zeigen Szenen, in denen fast nur Männer und kaum Frauen als Teilnehmer zu sehen sind. Zahlreiche Fahnen des islamistischen Regimes werden geschwänkt. Auch Porträts des getöteten obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei wurden getragen. Immer wieder kam es laut dpa zu Rangeleien mit der Polizei und mit Gegendemonstranten.
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