Am Wochenende fanden in allen US-Bundesstaaten Demonstrationen gegen Präsident Donald Trump unter dem Motto „No Kings“ (keine Könige) statt. Der verwahrte sich gegen den Vorwurf, undemokratisch zu handeln, und verwies darauf, sich unermüdlich für das Land einzusetzen.
An etwa 2600 Orten, von Metropolen wie New York, Washington oder Chicago bis zu kleinen Städten gingen am Wochenende landesweit Millionen Amerikaner gegen die Trump-Regierung auf die Straße. Die Proteste wurden organisiert von progressiven Gruppen wie der Graswurzelbewegung Indivisible und der ACLU (Amerikanische Bürgerrechtsunion). Die Republikaner hatten im Vorfeld davon gesprochen, dass sich Linke, Antifa- und Hamas-Anhänger beteiligen würden. Senator Ted Cruz sagte Fox News, dass hinter Organisation und Finanzierung der „No-Kings“-Proteste die Soros-Stiftung stecke.
Die „No Kings“-Demonstrationen richteten sich gegen Trumps als autoritär wahrgenommene Politik, einschließlich Themen wie Immigration und Einsatz der Nationalgarde in Großstädten. Die von den Veranstaltern behauptete Gesamtteilnehmerzahl von sieben Millionen ist wohl übertrieben, da sie auf selbst gemeldeten Daten beruht und keine unabhängigen Luftaufnahmen oder standardisierte Methoden einbezieht. Die Schätzung von etwa fünf Millionen – basierend auf Quervergleichen von lokalen Schätzungen (Polizei, Journalisten, Videos) und Crowd-Sourcing – klingt plausibel; bereits im Juni hatten „No Kings“-Kundgebungen vergleichbarer Größe stattgefunden.
In New York City demonstrierten 100.000 Trump-Gegner.
Am Sonntagabend sagte US-Präsident Trump an Bord der Air Force One: „Übrigens, ich bin kein König. Ich arbeite mir den Arsch ab, um unser Land großartig zu machen. Das ist alles.“ Entsprechend ordnete er die Bedeutung der Proteste ein: „Das ist ein Witz. Ich habe mir die Leute angesehen ... all die brandneuen Schilder. Das wurde von Soros und radikalen linken Verrückten bezahlt ... wir überprüfen das gerade. Sehr klein, wirkungslos, und die Leute waren völlig durchgeknallt. Nicht repräsentativ für die Bevölkerung unseres Landes.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











