Es ist der mediale Aufreger der vergangenen Tage: Christian Ulmen soll unter dem Namen seiner Ex-Frau Collien Ulmen-Fernandes pornografisches Material verbreitet haben. Ein Vorwurf, der sofort für maximale Empörung sorgt, und eine Dynamik auslöst, die in den Augen vieler das Maß sprengt.
Binnen Stunden hagelt es Solidaritätsbekundungen in den sozialen Netzwerken, und in Berlin wird eine Demonstration organisiert, bei der unter anderem Luisa Neubauer auftritt. Das Narrativ ist schnell gesetzt: Digitale Gewalt wird zum strukturellen Problem erklärt – und der Ruf nach strengeren Gesetzen folgt prompt. Doch wie belastbar ist die Geschichte überhaupt – also der Vorwurf, Christian Ulmen habe Deepfake-Pornos im Namen von Collien Ulmen-Fernandes erstellt oder verbreitet?
Und während die Empörung ihren Höhepunkt erreicht, läuft im Hintergrund längst die politische Verwertung. Im Haus von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig liegt ein Gesetzesentwurf bereit, der strengere Regeln für digitale Inhalte und KI vorsieht. Der Fall liefert dafür die perfekte Bühne.
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