Nach einer mehrtägigen Aktion einer privaten Rettungsinitiative ist der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal in die Nordsee entlassen worden. Mithilfe eines Schleppers und eines Lastkahns wurde das Tier um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in Richtung Atlantik gebracht.
Gegen 9:00 Uhr war der Wal nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte Jens Schwarck, ein Teammitglied der privaten Rettungsinitiative. Der Konvoi befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak. Drohnenaufnahmen eines Nachrichtensenders zeigten zeitweise einen schwimmenden Wal im Wasser.
Ob es Senderdaten gebe, sei bisher unklar, erklärte so Schwarck. Auch zum genauen Zustand des Wals oder wie er von Bord gekommen war, gab es zunächst keine Angaben. Als gerettet gilt das Tier auch nach der Freisetzung nicht. Nach der langen Liegezeit sei fraglich, ob der Wal noch normal schwimmen und tauchen könne, hatte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter erklärt. Auch die Frage nach der Nahrungsaufnahme stelle sich wegen der in seinem Maul gefundenen Netzteile. Der Wal sei allen Anzeichen nach alles andere als fit.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











