Nun ist er da, der Sydney-Sweeney-Meltdown. Es begann mit einer Werbekampagne, die man geradezu als historisierend bezeichnen könnte: Eine schlanke Schönheit macht Werbung für Jeans – ohne dass man dem Produkt größere Aufmerksamkeit zukommen ließe, denn Blickfang ist das Model, nicht die Hose.
Das wäre nicht weiter aufsehenerregend. Die mittlerweile nervlich merklich angekratzten woken Ideologen sehen jedoch ihre Felle davonschwimmen: Sydney Sweeney ist nicht nur gutaussehend, sie ist auch weiß, blond und blauäugig. Und Jeans – das ist im Englischen gleichlautend mit „Genen“.
Bei dem Wortspiel handelt es sich um eine Hommage an Jeanswerbung von Calvin Klein aus den Achtzigern. Aber das kann niemand wissen, schließlich war das vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis.
Ein rassistischer Werbespot, ein „eugenischer“, fantasiert die taz, und nicht nur die. Sozusagen die Vorstufe zum Lynchmord an Schwarzen durch den Klu-Klux-Klan, möchte man meinen. Wer teilt Ines Schwerdtner mit, dass Blondheit „rechte Ästhetik“ bedient?
Als lupenreines Qualitätsmedium berichtet auch die Tagesschau, dass die meisten Menschen die Kampagne „kritisch“ sähen.
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