Die Deutsche Bank hat am Montag dem Verband der Familienunternehmer einen Mietvertrag gekündigt. Der Grund: Der Verband hatte es gewagt, die Brandmauer zu durchbrechen und AfD-Politiker zu internen Veranstaltungen einzuladen. Ganz zum Verdruss des größten deutschen Kreditinstituts, denen die Räumlichkeiten gehören, in denen jener parlamentarische Abend stattfinden sollte.
Die Hysterie in diesem Land erreicht damit eine neue Stufe: Gewohnt ist man bereits die Kündigung von Räumlichkeiten, in denen die AfD Veranstaltungen durchführen will. Nun aber wird auch großen Wirtschaftsverbänden der Mietvertrag gekündigt, wenn es sie nur wagen, mit Angehörigen jener „Schwefelpartei“ zu sprechen.
„Wir verabschieden uns von der Brandmauer“, hatte der Hauptgeschäftsführer der Familienunternehmer, Albrecht von Hagen, öffentlich verkündet. „Diese Brandmauer zur AfD – auch auf Bundesebene, die von den meisten Verbänden bislang aufrechterhalten wurde – hat nichts gebracht“, sagte er. Das Konzept, die AfD von allem auszuschließen, sei gescheitert. So pragmatisch wie die Familienunternehmer denken mittlerweile viele Mittelständler in Deutschland. Hinter den Kulissen treffen sich bereits diverse Wirtschaftsfunktionäre mit AfD-Spitzenpolitikern, wenngleich sie tunlichst darauf achten, dass keines dieser Treffen an die Öffentlichkeit gelangt.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











