Die Bundeswehr hat erstmals Soldaten nach Grönland entsandt. Eine Gruppe von 15 Soldaten und Offizieren traf am Freitagnachmittag in der Hauptstadt Nuuk ein. Die Anreise erfolgte mit einem von Dänemark in Polen gecharterten Zivilflugzeug, nachdem ein ursprünglich geplanter Transport mit einem deutschen Militärflugzeug kurzfristig nicht zustande gekommen war.
Bei den entsandten Kräften handelt es sich um erfahrenes Personal aus Heer, Luftwaffe und Marine, darunter vor allem Logistik- und Lufttransportexperten. Die Soldaten nehmen auf Einladung Dänemarks an einer multinationalen Erkundungsmission teil, die unter dänischer Führung durchgeführt wird. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine mögliche gemeinsame Großübung auf Grönland zu prüfen. Ein Einsatz im Rahmen der NATO ist bislang nicht vorgesehen.
Nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium handelt es sich um eine unbewaffnete Sondierungsmission. Gemeinsam mit Soldaten aus mehreren europäischen Ländern sowie Kanada sollen vor Ort infrastrukturelle, logistische und operative Möglichkeiten bewertet werden. Die Dauer des Aufenthalts ist offen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











