Alle reden vom Rechtsruck. Alle sagen, man müsse aus der Geschichte lernen, aus 1933, damit es nicht wieder passiert. Damit uns das Lernen so einfach wie möglich gemacht wird, hilft uns der Staat dabei. Er finanziert als höchste Stelle seiner Geschichtsschreibung in Berlin das Deutsche Historische Museum. Wo könnte jemand also besser lernen als dort?
Seit Dezember 2022 lässt sich dort die Ausstellung „Roads not Taken. Eine deutsche Tragödie“ besichtigen. Bei der Eröffnung versprach die damalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth, dieser Ort sei „der Beginn jeder sinnvollen, weil Erkenntnis bringenden Beschäftigung mit Geschichte“. Ich nahm sie beim Wort und ging direkt zum Ausstellungs-Abschnitt über die 1930er Jahre.
Das Erste, was einem dort auffällt, ist eine Tafel in Leichter Sprache. Vier Sätze, die man langsam lesen sollte, denn sie sind ehrlicher als alles, was das Begleitheft auf über zwanzig Seiten zu diesem Thema zusammenbringt: „Die Wirtschaft ist krank und braucht Medizin. Diese Medizin kann zum Beispiel die Regierung geben. Sie kann den Firmen mit Geld helfen. Dann können Firmen Menschen wieder Arbeit geben.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











