Seit Mittwochmorgen finden deutschlandweit Durchsuchungen gegen Mitglieder der als rechtsextrem eingestuften Jugendorganisationen „Jung und Stark“ und „Deutsche Jugend voran“ statt. Wie der Spiegel berichtet, richten sich die Maßnahmen des Bundeskriminalamts (BKA) und der Bundesanwaltschaft gegen 36 Jugendliche und junge Erwachsene. Der jüngste Beschuldigte ist 16 Jahre alt. Insgesamt wurden 50 Objekte in zwölf Bundesländern durchsucht.
Regionale Schwerpunkte sind dabei Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. In Nordrhein-Westfalen gab es laut Bild bei zehn Mitgliedern von „Jung und Stark“ Durchsuchungen. Alle sind deutsche Staatsbürger. Die Durchsuchungen fanden in acht Städten statt. Einer der Beschuldigten sitzt wegen einer anderen Tat in Untersuchungshaft. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kam es zu Durchsuchungen.
Die deutschlandweiten Maßnahmen sollen laut Spiegel dazu dienen, den Behörden Einblick in die Struktur und Vernetzung verschiedener rechter Jugendgruppen zu liefern. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Bildung krimineller Vereinigungen. Verhaftungen gab es bisher keine.
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