ARD dreht völlig frei – Propaganda am Limit

vor 7 Monaten

ARD dreht völlig frei – Propaganda am Limit
Bildquelle: Tichys Einblick

Selten wurde der Zuschauer so offen verhöhnt. Selten wurde ihm in solch einer unerträglichen Ballung und Penetranz vorgeführt, dass sein Fernsehempfänger eigentlich ein Befehlsempfänger sein soll. Zwei Sendungen direkt nacheinander, und eine schlimmer als die andere. Was sich die ARD am Montagabend erlaubt hat, schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht. Zwei volle Stunden volle Kanne. Deppen-TV. Propaganda und Parolen, jubelndes Klatschvolk und ein klitzekleines bisschen Kontra, hübsch verpackt und vorsortiert. Dazu ein Kanzler, der „kritische Fragen“ derart souverän pariert, wie es nur jemand kann, der schon vorher weiß, was kommt. Und genau davon ist auch auszugehen.

Jessy Wellmer, die schon bei den Tagesthemen und in ihren Reportagen keinen Hehl aus ihrer grünen Gesinnung macht, führt zusammen mit dem umstrittenen „Hart aber Fair“-Moderator Louis Klamroth durch die Arena. 150 Gäste, alle handverlesen, dürfen den Kanzler kitzeln. Aber nur ein bisschen, sonst gibt’s ‘ne Anzeige.

Gleich zu Beginn ein kleiner Patzer. Berufssoldat Jens Seidel sagt: „Ich gehe davon aus, dass ich nicht älter als 40 Jahre werde in der aktuellen Regierung.“ Der Kanzler stutzt, der Soldat korrigiert sofort: „… äh, in der aktuellen Sicherheitslage. Tut mir leid. Wie wollen Sie junge Leute darauf vorbereiten, dass man eventuell früh stirbt?“

Merz reagiert souverän, dankt dem treuen Vaterlandsfrontvertreter und spult sein bekanntes Wehrpflicht-Programm herunter. Ein weiterer Studiogast darf vorsichtig nachhaken: „Warum soll ich für dieses Land kämpfen, wenn mir das Land nicht das Gefühl gibt, dass es für mich kämpft?“. Merz spult einfach weiter, seine Rolle hat ja jede Menge Garn. Deutschland sei „ein Land, in dem wirklich es sich lohnt zu leben“ und „eines der schönsten Länder auf der Welt“. Dann wird er unvorsichtig. „Sagen Sie mir mal ein zweites Land auf der Welt, wo sie gerne hinziehen würden.“ Noch bevor unzählige Namen auf ihn einprasseln, setzt er sofort nach: „Nun kann sein, dass Ihnen das ein oder andere Land einfällt. Mag ja sein. Aber am Ende des Tages werden es so ganz viele nicht sein.“

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