Gregor Gysi steht am Höhepunkt seiner Karriere. Der Sozialist eröffnet als Alterspräsident den 21. Deutschen Bundestag. Das ist keine gute Nachricht.
Zum einen verdankt Gysi diese Ehre einer fragwürdigen Änderung der Geschäftsordnung, die einst die Merkel-CDU vorantrieb. Zum anderen hat der letzte Vorsitzende der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands kein Anrecht, im Namen des bundesdeutschen Parlamentarismus zu reden. Gregor Gysi sollte bei diesem Anlass und an diesem Tag tun, was er am schlechtesten beherrscht: schweigen.
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Der Redezeit eines Alterspräsidenten sind keine protokollarischen Grenzen gesetzt. Gysi wird die Zeit für sich zu nutzen wissen. Er kann ein gewitzter Plauderer sein. Das ändert nichts an der Tatsache, dass er seinen Auftritt im Scheinwerferlicht der Union verdankt.
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