Versagt als Bundeskanzler hatte Friedrich Merz schon am Tag nach der Bundestagswahl. Als er die vielen Wahlversprechen unbeachtet vertrocknen ließ und das Gegenteil von dem, was er versprochen hatte, ins Werk setzte. Wenn er überhaupt etwas unternahm und nicht nur willig Lars Klingbeil folgte. Man kann nicht sagen, dass Merzens Politik keine Kontinuität zeigt, im Gegenteil. Mit Deutschland und seiner Kanzlerschaft geht es kontinuierlich bergab. Man kann auch nicht sagen, dass ihm keiner mehr zuhört, denn einen Zuhörer hat er notgedrungen immer – sich selbst. Und einer ist nicht keiner.
Doch kein Auftritt ohne Peinlichkeiten, stattdessen Erfolgsmeldungen, die keine sind – und der letzte Freund, den der deutsche Bundeskanzler hat, ist nicht etwa der amerikanische Präsident, sondern Selenskyj – jedenfalls solange Deutschland kräftig für diese Freundschaft bezahlt. Möglich, dass er noch einen weiteren Freund ausmacht, Keir Starmer, der ist wenigstens im eigenen Land noch unbeliebter als Friedrich Merz in Deutschland. In dieser Beziehung darf gewettet werden, wer von den beiden noch länger Regierungschef ist oder wer zuerst gehen muss. Merz oder Starmer? In einem jedoch brachte es Merz zur wahren Meisterschaft: darin, alles, aber auch wirklich alles falsch zu machen, was man falsch machen kann.
Die AfD steht in den Umfragen bei fast 30 Prozent , die Union insgesamt bei 22 Prozent, die CSU unter 5 Prozent und käme nur durch die Grundmandatsklausel wieder in den Bundestag und die CDU selbst rast auf die 17 Prozent, bald wohl schon auf die 16 Prozent zu. Es wird immer SPDiger in der Union.
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