Es klingt wie ein Hohn und ist doch bitterernst: Die Wissenschaftsakademie Leopoldina in Halle, die berühmt und berüchtigt wurde, weil sie wie keine andere Institution in Deutschland den Lockdown in der Corona-Zeit flächendeckend und uneingeschränkt gefordert hatte, will jetzt unser Fleisch teurer machen. Wie Bild zuerst berichtete, empfiehlt die Leopoldina, die Mehrwertsteuer auf tierische Produkte von 7 auf 19 Prozent anzuheben.
Begründung der Leopoldina-Mitarbeiter, die wie in der Corona-Zeit auch heute noch die Bundesregierung beraten: Die Produktion tierischer Produkte wie Rind, Schwein oder Geflügel verschlinge zu viel Fläche, verursache hohe Treibhausgas-Emissionen und schade so dem Klima und der Artenvielfalt.
„Ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Entschärfung der Zielkonflikte ist eine nachhaltigere Ernährung“, schreiben die Autoren. Und weiter: „Das bedeutet insbesondere eine deutliche Verringerung des Pro-Kopf-Konsums tierischer Produkte.“
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