Es geht eine Disruption durch die CDU: Aus „das Richtige mit den Falschen nicht zu tun“ wird „einfach das Richtige tun, egal mit wem“. Die Partei von Friedrich Merz hat die Warnung ihres Parteichefs vor „Zufallsmehrheiten“ mit der AfD nach nicht einmal zwei Monaten beerdigt.
NIUS rekonstruiert den Weg von Merz’ „Zufallsmehrheiten“-Rede vor Deutschlands Gastronomen zur Präsidiumssitzung nach dem Messer-Horror von Aschaffenburg, die alles zu ändern scheint.
Das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte sich das CDU-Präsidium zusammengeschaltet.
Eigentlich beginnt die Merz-Reise schon drei Monate, bevor er am 26. November des vergangenen Jahres beim Branchentag des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes den Begriff „Zufallsmehrheiten“ verwendet. Nämlich am 27. August, vier Tagen nach dem islamistischen Messeranschlag auf das Stadtfest in Solingen, bei dem drei Menschen getötet wurden.
„Dem Bundeskanzler entgleitet mittlerweile das eigene Land“, hatte Merz damals gesagt und erstmals gefordert, an den deutschen Außengrenzen Zurückweisungen von illegalen Migranten einzuführen. Es war ein neuer, ungeahnt harter Ton, den der CDU-Chef angeschlagen hatte, auf dessen Forderung die damals noch bestehende Ampel-Koalition jedoch nicht reagierte.
Trauer nach dem islamistischen Dreifach-Mord von Solingen
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