Die Wärmepumpen-Illusion: Teuer und ineffizient

vor 2 Monaten

Die Wärmepumpen-Illusion: Teuer und ineffizient
Bildquelle: Tichys Einblick

Mit allen Mitteln sollen sie in die Häuser gedrückt werden, die Wärmepumpen. Unabhängig davon, ob gerade sinnvoll oder nicht. Dazu werden Fördergelder in Milliardenhöhe, sogenannte Klimaziele und – wenn das alles nichts hilft – enormer Druck ins Spiel gebracht. Als Argument soll auch ein günstiger Strom-Jahresverbrauch dienen. Doch das ist für ein Stromsystem die halbe Wahrheit. Entscheidend ist nicht die gesamte Strommenge am Jahresende, sondern ob jederzeit genügend Leistung – gemessen in Gigawatt – im Netz zur Verfügung steht und dies nicht im Durchschnitt, sondern zu jeder Sekunde.

Und hier verschieben Wärmepumpen mittlerweile Lastkurven und sorgen dafür, dass tagsüber neue Lastspitzen entstehen. Früher, als es in Deutschland noch viel Verarbeitende Industrie mit Hüttenwerken, Stahl- und Glasschmelzen gab, sorgten die für hohen Stromverbrauch mit Mittagsspitzen aufgrund von beispielsweise Bedarf für Kochen. Doch die sind großenteils verschwunden, tägliche Lastspitzen sehen wir aber wieder. Wärmepumpen sorgen zu einem beachtenswerten Teil dafür. Denn das sind im Wesentlichen mehr oder weniger effektive Stromheizungen.

In der Wärmepumpen-PR heißt es gern, eine Wärmepumpe mit einer Arbeitszahl von 4 liefere aus einer Einheit Strom vier Einheiten Wärme: „Anders als bei anderen Heizsystemen, bei denen lediglich berechnet werden muss, wie viel Wärme sie aus einem Energieträger wie etwa Erdgas oder Öl erzeugen können, gibt der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe an, wie viele Einheiten an Wärmeenergie sie produzieren kann, verglichen mit den Einheiten elektrischer Energie, die sie während des Betriebs verbraucht. Eine Wärmepumpe, die mit einem Wirkungsgrad von 4 betrieben wird, kann also vier Einheiten an Wärmeenergie produzieren, während sie nur eine Einheit an elektrischer Energie verbraucht.“

Ziemlicher Unsinn, denn die Wärmeenergie wird nicht produziert, sondern umgewandelt. Wirkungsgrad oder Leistungszahl (COP) oder im Jahresbetrieb Jahresarbeitszahl (JAZ) ist ein Schwindel, bei dem ein durchschnittlicher Wert benutzt wird. Korrekt wäre eine Angabe für kalte (Winter-)Monate.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel