Pünktlich zum Valentinstag kam „Wuthering Heights“ in die Kinos. Emerald Fennell inszeniert Emily Brontës „Sturmhöhe“ neu. Kaum eine Liebesgeschichte ist so oft erzählt worden wie die von Cathy und Heathcliff. Kaum eine andere ist so sehr zum literarischen Mythos geworden. Eine Verbindung, so tief, dass sie wehtut.
Und doch fühlt sich diese Version der Geschichte vom ersten Moment anders an. Sie ist direkter, leidenschaftlicher und noch näher an den Figuren des großen Klassikers. Wenn es diesem Film nicht gelingt, die Liebe zurück ins Kino zu bringen, dann schafft es keiner.
Eine kompromisslose Liebe vor rauer Landschaft.
Im Kinosaal herrscht Dunkelheit. Noch bevor etwas auf dem Bildschirm zu sehen ist, hört man ein Stöhnen. Für einen Moment klingt es, als lägen zwei Körper nebeneinander. Dann geht langsam das Licht auf und es erscheint ein Balken im Bild. Ein Mann hängt daran, sein Körper zuckt. Es ist das Röcheln eines Sterbenden. Neben dem Galgen stehen Kinder. Sie beobachten das Schauspiel, stupsen sich gegenseitig an, lachen, einer zeigt auf die Hose des Toten. So beginnt „Wuthering Heights“.
Nach zwei Minuten ist klar: Das hier wird kein hübsches Literaturkostüm, sondern ein Film, der nichts beschönigt. Fennell interessiert sich nicht für Nostalgie. Sie geht näher ran – an Körper, an Schmerz, an alles, was Liebe unangenehm und existenziell macht.
Cathy & Heathcliff — Hier draußen gehören sie nur einander.
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