Die Polizeidirektion Osnabrück hat ein Disziplinarverfahren gegen einen Beamten eingeleitet, der den türkisch-rechtsextremen „Grauen Wölfen“ nahestehen soll. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet, bestätigte die Direktion die Einleitung des Verfahrens am Donnerstag, denn es bestehe der „Verdacht auf extremistische Tendenzen“. Es gebe Zweifel an der Verfassungstreuepflicht des Polizisten. Weitere Details wollte sie jedoch nicht nennen.
Der Polizist ist während des Verfahrens suspendiert. Laut der Zeitung soll es sich bei dem Mann um einen auf Lebenszeit verbeamteten Polizisten handeln, der vor der Suspendierung im Streifendienst auf einer Wache im Landkreis Osnabrück tätig war. Von dem Mann wurden Datenträger, darunter auch ein Handy, sichergestellt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, werde nun nach be- und entlastenden Hinweisen gesucht.
Der Mann soll dem lokalen Ableger der bundesweit tätigen „Türkfederasyon – Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland“ Geld gespendet haben. Laut dem Bundesverfassungsschutz ist die „Türkfederasyon“ der „größte Dachverband türkischer Rechtsextremisten“. Der Verein soll die Auslandsorganisation der türkischen Partei MHP sein, die als politischer Arm der „Grauen Wölfe“ gilt.
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