Der Chef der Drogeriekette dm, Christoph Werner, hat deutliche Kritik am gesellschaftlichen Umgang mit der AfD geäußert und zugleich den Dialog mit deren Abgeordneten verteidigt. In einem Gespräch im Podcast Table Today sprach Werner über Meinungsfreiheit, Debattenkultur und die Rolle von Unternehmen in politischen Auseinandersetzungen. Zuerst berichtete Apollo News.
Auslöser der Diskussion war ein Parlamentarischer Abend des Verbands der Familienunternehmer, zu dem Vertreter aller Bundestagsparteien eingeladen waren – darunter auch die AfD. Die Einladung führte zu scharfer Kritik, Boykottaufrufen und öffentlichem Druck, der auch dm traf. Werner sagte, ihn habe die Heftigkeit der Reaktionen zunächst überrascht. Gleichzeitig könne er nachvollziehen, dass sich andere Unternehmer unter solchen Umständen vollständig zurückziehen würden.
Nach internen Auswertungen habe sich der öffentliche Sturm jedoch nicht in wirtschaftlichen Einbußen niedergeschlagen. „Wir konnten beispielsweise jetzt in diesen Geschehnissen der letzten Wochen erleben, dass wir im Umsatz keine Auffälligkeiten hatten“, erklärte Werner. Viel problematischer sei für ihn die Atmosphäre, die solche Kampagnen erzeugten. Zwar existiere formell Meinungsfreiheit, faktisch führe der massive soziale Druck jedoch zu Selbstzensur. Besonders mit Blick auf die eigenen Mitarbeiter sehe er eine Verantwortung, sie vor Anfeindungen zu schützen. Seine Sorge: Am Ende dominierten nur noch die lautesten Stimmen.
ERFURT: Massen-Proteste gegen AfD-Parteitag! Einzelne Krawalle! Weidel hat mehr Macht I WELT STREAM











