Selbstlob, Patriotismus und jede Menge Emotionen: Donald Trump liefert Spektakel zur Lage der Nation ab

vor 4 Monaten

Selbstlob, Patriotismus und jede Menge Emotionen: Donald Trump liefert Spektakel zur Lage der Nation ab
Bildquelle: NiUS

Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation Erfolge hervorgehoben, aber darauf verzichtet, den politischen Gegner zu harsch zu attackieren. Was machte der Präsident zum Thema, was nicht? Lesen Sie hier, warum Trump mit seiner Rede so manchen überrascht haben dürfte.

Diese Rede zur Lage der Nation war lang. Sehr lang. Die längste seit Bill Clintons 90-Minuten-Rede im Jahr 2000. Sie dauerte 107 Minuten (Rekord). Und sie dürfte manche Trump-Gegner überrascht haben: Der Präsident schweifte nicht – wie sonst üblich – ab, wirkte aufgeräumt und war selbst bei Attacken auf den politischen Gegner keineswegs aggressiv.

US-Präsident Donald Trump versprach eine glänzende Zukunft.

Donald Trump trat für seine Verhältnisse präsidial auf – aber auch als der große Kommunikator und Motivator, der weiß, wie man sein Publikum einfängt. Dass ihm aus dem Ruder gelaufene ICE-Einsätze eine schlechte Presse bescherten, der Oberste Gerichtshof ihm in die Zollpolitik funkte und die Umfragen ziemlich schlecht sind, war ihm nicht anzumerken. Trump wirkte aufgeräumt, fand die richtigen Worte für vom Schicksal gebeutelte Menschen und ehrte andere für besondere Verdienste.

Das Eishockey-Team der USA, das bei den Olympischen Spielen Gold holte.

Natürlich, wie in Amerika üblich, mit reichlich Patriotismus und Pathos. Menschen, einige davon auf der Besuchertribüne, werden von ihm direkt angesprochen, und seine warmen Worte wirkten nicht gekünstelt. Trump lobte Opferbereitschaft und Patriotismus – von der Eishockey-Nationalmannschaft, die in einem großen Finale gegen Kanada Olympiagold erkämpfte und mit „U-S-A! U-S-A!“ Rufen gefeiert wurde, über einen Nationalgardisten, der wie durch ein Wunder einen Kopfschuss durch einen Attentäter überlebte, bis zu einem hundertjährigen Kriegsveteranen, den er unter tosendem Applaus würdigte.

First Lady Melania Trump überreicht dem Marinepiloten Royce Williams aus dem Zweiten Weltkrieg die Ehrenmedaille des Kongresses.

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