Allenthalben wurde in den vergangenen Tagen und Wochen von einem Austritt der USA aus dem westlichen Verteidigungsbündnis gewarnt. Letzte Nacht stellte sich heraus, dass an den antiamerikanischen Unkenrufen nichts dran war.
Seit dem denkwürdigen Streit im Oval Office zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Vize J.D. Vance mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem einstweiligen Einfrieren der US-Militärhilfen an die Ukraine machten im Europa wilde Spekulationen die Runde.Vor der großen „State of the Union“-Rede Trumps fragte Bild: „Bricht Trump heute endgültig mit der Nato?“ Zitiert wurde etwa der Politologe Jonathan Cristol, für den Trump mit seinen jüngsten Aussagen den Grundstein für einen informellen Austritt aus der Nato bereits gelegt hat: Die Rede könnte er nutzen, um zu argumentieren, „dass es nicht im Interesse der USA ist, Europa zu verteidigen“, habe Cristol gesagt. Laut des Politologen Thomas Jäger seien die USA „mit diesem unkontrollierten Präsidenten kein verlässlicher Partner mehr“.
Diplomatischer Störfall, aber kein endgültiger Bruch: Trump und Selenskyj.
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