„Es wird einem verdammt schwer gemacht“ und „ein schwer erträgliches Ausmaß“ an Bürokratie: TUI-Vorstandschef Sebastian Ebel schießt mit scharfen Worten gegen die deutsche Wirtschaftspolitik.
„Ich habe den Eindruck, wir sind auf der Titanic“, so Ebel im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). „Die Band spielt noch ein letztes Mal, aber das Schiff ist schon umgekippt, und keiner tut etwas.“ Der TUI-Chef weiter: „Mutig wäre eine Legislaturperiode keine neuen Gesetze und Verordnungen – egal wer sie einbringt. Stattdessen Inventur und volles Augenmerk auf die Abschaffung von Gesetzen und Bürokratie.“
Der Anteil an TUI-Kunden, die nicht aus Europa kommen, liege aktuell bei etwa 20 Prozent. „Dieser Anteil wird weiter steigen“, prophezeit Ebel. „Diese Kunden sind auch profitabler.“ Der Grund: „Weil wir in Europa und vor allem in Deutschland sehr schwierige Standortbedingungen haben. Man muss sich nur die staatlichen Abgaben für Flugzeuge anschauen. Die Steuern sind in den letzten zehn Jahren extrem gestiegen. Dazu kommt die Bürokratie, die ein schwer erträgliches Ausmaß erreicht hat.“
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