Der Rücktritt von Premierminister Sébastien Lecornu hat Präsident Emmanuel Macron in die schwerste Krise seiner Amtszeit gestürzt. Was vor wenigen Wochen noch als unvorstellbar galt, wird nun in Paris offen diskutiert: der vorzeitige Abgang des Präsidenten.
Besonders ins Gewicht fällt die Wortwahl des früheren Premierministers Édouard Philippe, heute Vorsitzender der Partei Horizons. Er sagte am Montagabend im französischen Fernsehen: „Ich bin nicht für einen brutalen, sofortigen Rücktritt des Präsidenten.“ Zugleich forderte er: „Er würde sich ehren, wenn er einen Premierminister ernennen würde, der in der Lage ist, den Haushalt zu verabschieden, und dann eine vorgezogene Präsidentschaftswahl organisiert.“
Noch deutlicher äußerte sich der konservative Bürgermeister von Cannes und Vizechef der Partei Les Républicains, David Lisnard. Er erklärte am Dienstag bei RTL: „Das übergeordnete Interesse Frankreichs gebietet heute, dass Emmanuel Macron seinen Rücktritt plant.“
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