Der amerikanische Autohersteller Ford will an seinem historischen Standort Köln massiv Stellen streichen: 2900 Mitarbeiter – jeder Vierte – werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Das Werk sollte das Flaggschiff für E-Mobilität und Klimaneutralität werden und war in dieser Funktion vom Kanzler selbst auch noch gelobt worden.
Olaf Scholz sprach bei der Eröffnung des „Ford Cologne Electric Vehicle Center“ von einer „neuen Ära“ – Man schreibe Geschichte, meinte der Kanzler. Ford hatte seinen über 90 Jahre alten Standort mit Investitionen von zwei Milliarden US-Dollar für die neue Aufgabe E-Mobilität umgerüstet. „Mit diesem Schritt unterstreicht das Unternehmen sein großes Vertrauen in den Standort Deutschland und seine qualifizierten Arbeitskräfte sowie in die Zukunft der Automobilproduktion in Europa“, erklärte Ford in einer Pressemitteilung. Zukunft, die jetzt ohne tausende Mitarbeiter gemacht wird.
Damals gab es mahnende Stimmen – mit E-Autos, die in Europa produziert werden, sei es derzeit schwierig, Gewinn zu machen, erklärte Automobil-Expertin Prof. Helena Wisbert der tagesschau. Doch die politischen Jubelstürme über große Schritte für „die Transformation“ übertünchten das. Das Lob von Olaf Scholz scheint sich inzwischen zum verlässlichen Indikator des Niedergangs entwickelt zu haben – nicht nur bei Ford.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











