Robert Habeck macht sich vom Acker. Die Politik ist ihm zu profan, es locken ein Lehrauftrag an der Berkeley-Universität in den USA und andere feine Aufgaben. Was genau, will er nicht verraten. Warum er geht, kann er auch nicht richtig sagen. Zumindest braucht er Ewigkeiten für jeden einzelnen Gedanken. Er stammelt, stockt und stottert, theoretisiert und philosophiert herum, dass es eine wahre Folter ist.
Diese 75 Minuten Lanz sind so schlimm, dass es irgendwann sogar Habeck selbst zu viel wird. Sein Ringen nach Worten, die permanente Pflege seines Leidens-Habitus’ – der stets Unverstandene, der auch heute Abend nicht verstanden wird, der Heulbutt von der Waterkant – das macht ihm selbst derart zu schaffen, dass er Lanz irgendwann anfleht: „Vielleicht nehmen Sie Herrn Masala auch mal dran.“ Der umstrittene Kriegsexperte sitzt da schon eine Dreiviertelstunde am anderen Ende und klackert mit den Sporen.
Bis dahin hat Habeck alles gegeben. Das ist, wie man es von ihm so kennt, substanziell wenig bis nichts, aber alles verpackt in fluffige Floskelwolken, öde Stammelei und gestelzte Phrasen. Es sei ein „klarer Cut“, sagt er, ein „Aufbruch in was Neues“. Was er jetzt plane? „Da lang, da lang, da lang, stehenbleiben.“ Das glaubt man ihm sofort. Mit Stillstand kennt sich ganz Deutschland aus, seit er am Ruder war.
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