Die beiden 160 Meter hohen Kühltürme der Atomkraftwerke B und C in Gundremmingen wurden erfolgreich gesprengt. Der Vorgang dauerte nur wenige Sekunden und verlief nach Plan. Zuerst gab es eine Detonation, die die Tiere aufscheuchen sollte. Anschließend wurde der Kühlturm B gesprengt. Er neigte sich zur Seite und sackte dann in sich zusammen. Wenige Sekunden später sank der Kühlturm der Anlage C in sich zusammen. Trotz des Nieselregens stiegen große Staubwolken auf. 56.000 Tonnen Stahlbeton wurden zu Schotter. Es war ein spektakulärer Anblick, doch für die deutsche Energieversorgung wird es ein unwiderbringlicher Verlust sein.
Im Interview mit BR24 sprach der Bürgermeister des Ortes, Tobias Bühler, von einer „neuen Zeitenwende“. „Es geht weiter mit dem Thema Energie, wie schon gesagt, Bereich Photovoltaik, Bereich Gaskraftwerk“. Nächsten Mittwoch werde der Spatenstich für den Bau des größten Batteriespeichers in Deutschland sein, der eine Leistung von 700 Megawatt haben soll. „Deshalb kann man hier auch positiv nach vorne schauen und einfach optimistisch in die Zukunft gucken“, sagte er. Und weiter: „Das Zeichen des Wandels, es findet heute hier statt.“ Man schaue mit Freude in die Zukunft.
Die Welt vergleicht die Sprengung der Kühltürme gar mit Sprengungen von Buddha-Statuen durch die Taliban, da die eigene Weltanschauung sich gegen Kompetenz und Geschichte durchsetzt. Bevor die Kühltürme gesprengt werden, soll es eine erste Detonation geben, um Wildtiere und Vögel aufzuschrecken, damit diese sich vom Ort des Geschehens entfernen können. Anschließend soll der Kühlturm von Block B gesprengt werden, 15 Sekunden später der Kühlturm von Block C. Große Staubwolken soll es nicht geben, weil auch umliegende Kühlbecken gesprengt werden. Das hochspritzende Wasser soll den Staub binden, so die Planung laut der Süddeutschen Zeitung.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











