Am kommenden Samstag findet die diesjährige Wahl zur „Miss Germany“ in den Bavaria Studios in Geiselgasteig bei München statt. Zu den insgesamt neun Finalistinnen zählen mit Amina Ben Bouzid aus Wiesbaden und Büsra Sayed aus Berlin auch zwei Frauen, die einen Hijab tragen. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Sayed ist als Gründerin eines Modeunternehmens, das Kopftücher sichtbarer machen will, im Rahmen der Kategorie „Female Founder“ ins Finale eingezogen. Ben Bouzid unterstützt weiblich geführte Unternehmen und tritt in der Kategorie „Female Leader“ an. Nach eigenen Aussagen würden sie wegen des Wettbewerbs derzeit außergewöhnlich viel Aufmerksamkeit erhalten und sich auch kritische Rückfragen gefallen lassen.
Unter anderem seien sie dabei in den sozialen Medien mit der Frage konfrontiert, ob sie mit ihrem Erscheinungsbild deutsche Frauen angemessen repräsentieren könnten. „Und da denke ich mir: Okay, ist Deutsch-Sein eine bestimmte Frisur? Dann gib mir einen Frisurenkatalog“, sagt Sayed gegenüber der dpa zu den Vorwürfen.
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