In Aschaffenburg hat der Prozess gegen einen afghanischen Asylbewerber begonnen, der zwei Menschen erstochen hat – und nun möglicherweise straffrei bleibt. NIUS-Kolumnist Markus Brandstetter analysiert den Fall mit all seinen Widersprüchen, Problemen und dem großen Versagen des Staates.
Wissen Sie, was ein Slasher-Movie ist? Nein? Ich erklär’s kurz: Ein Slasher-Film ist ein Subgenre des Horrorfilms. Im Mittelpunkt steht ein Killer (der Slasher, „Aufschlitzer"), der seine Opfer mit einem großen Messer oder einer Axt reihenweise umbringt. Die Opfer sind meist eine Gruppe Jugendlicher oder junger Erwachsener, oft in einem isolierten Setting, z.B. in einem Sommercamp, einem abgelegenen Haus oder einer Kleinstadt. Einer Kleinstadt wie Aschaffenburg zum Beispiel.
Dort hat sich im Januar dieses Jahres ein Slasher-Movie abgespielt – nur war das kein Film, sondern die brutale Wirklichkeit. Während aber in den Slasher-Movies wie Halloween Night, Nightmare on Elm Street oder Scream der Slasher am Schluss immer zur Rechenschaft gezogen wird, soll das nach dem Plan der Justizbehörden in Aschaffenburg anders ausfallen. Da soll der Killer sanft therapiert werden, weil er – wie so viele Migrantenmörder – psychisch krank ist.
Einsatzkräfte stehen an der Treppe zum Park, in dem ein kleiner Junge und ein Mann, der helfen konnte, brutal erstochen wurden.
Nun wurden in den letzten Jahren ja so viele Menschen Opfer von Mördern mit Migrationshintergrund, dass es verzeihlich wäre, wenn Sie die Mordserie von Aschaffenburg bereits wieder vergessen hätten. Deshalb will ich Ihnen und uns allen die Fakten nochmals in Erinnerung rufen und den Fall rekonstruieren.
Passiert ist das Folgende: Enamullah O., ein laut FAZ ausreisepflichtiger Asylbewerber aus Afghanistan, wird beschuldigt, am 22. Januar dieses Jahres im Schöntalpark im Zentrum von Aschaffenburg eine Gruppe von fünf Kindern und zwei Erzieherinnen mit einem großen Küchenmesser angegriffen zu haben. Dabei hat er zwei Menschen getötet und drei schwer verletzt. Der Schöntalpark ist eine Oase der Ruhe und des Friedens mitten in Aschaffenburg: Es gibt einen Magnolienhain, Blumenwiesen, einen Teich, gekieste Wege und schattige Bänke, die zum Ausruhen einladen. Gleich mehrere Kindergärten und Kindertagesstätten liegen nur Gehminuten vom Schöntal entfernt, weshalb Kindergärtnerinnen mit ihren Schützlingen gerne in diesen beschaulichen Park kommen, wo die Kinder ungestört spielen und herumtollen können. Bis zum Mittwoch, dem 22. Januar – dem Tag, an dem sich alles änderte.
Polizei am Tatort im Schöntalpark
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