Neue Hinweise legen nahe, dass die Gefährlichkeit von Taleb Al Abdulmohsen vor der Amokfahrt in Magdeburg von den Behörden verharmlost wurde. In den vergangenen Wochen wurde jedoch bekannt, dass der Täter in mehrere Vorgänge mit deutschen Behörden verwickelt war. Vor allem 2024 haben sich die Hinweise auf die Gefährlichkeit von Abdulmohsen verdichtet, berichtet jetzt die Welt.
Aus internen Dokumenten des Maßregelvollzugs in Bernburg, in dem Abdulmohsen tätig war, geht demnach hervor, dass er alleine im vergangenen Jahr 64 Fehltage aufzuweisen hatte, der Großteil stammte aus der zweiten Jahreshälfte. Zudem hatte der spätere Täter über „Erdbeben im Kopf“ berichtet.
Entgegen dieser Erkenntnisse schätzte die sachsen-anhaltische Sozialministerin Petra Grimm-Benne den Täter in einer Ältestenratssitzung des Landtags kurz nach der Amoktat noch als „freundlich und eher zurückhaltend“ sowie „niemals aggressiv oder laut oder aufbrausend“ ein. Sie berief sich damals auf ebenjenen Bericht des Maßregelvollzugs.
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