Wohl selten hat eine Trauernde ihren Schmerz so würdevoll und tapfer ertragen wie Erika Kirk, die Witwe des ermordeten konservativen Bürgerrechtlers Charlie Kirk. Die Bilder, wie sie Abschied nahm am offenen Sarg, bewegten Millionen Menschen auf der ganzen Welt. In ihrer ersten Rede nach dem Mord an ihrem Mann kämpfte sie mit den Tränen, schluchzte, flüsterte – und strahlte gleichzeitig große Kraft aus. Dann rief sie: „Ihr habt keine Ahnung, was ihr entfesselt habt. Welches Feuer ihr in dieser Witwe entzündet habt. Die Schreie dieser Witwe werden wie ein Schlachtruf um die Welt hallen.“
Sie ist eine außergewöhnlich starke Frau, auch wenn man hierzulande jenseits ihrer aktuellen persönlichen Tragödie kaum etwas über sie weiß. So ist Erika Kirk Gründerin einer Organisation, deren Motto die Überschrift über ihr eigenes Leben und Wirken sein könnte. Die Einrichtung heißt „Everyday Heroes Like You“ („Alltagshelden wie Du“). Sie zeichnet Menschen aus, die durch Mitgefühl, Mut und Hilfsbereitschaft aufgefallen sind. Man kann sich die Geschichten dieser Alltagshelden anschauen, sie sind intim – aber doch für jeden zugänglich. Sie spiegeln das amerikanische Verständnis wider, auch bewegende und traurige Emotionen mit anderen Menschen zu teilen. So wie es Erika Kirk vor Millionen Menschen tat, als sie am Sarg ihres ermordeten Mannes öffentlich trauerte.
Bei „Everyday Heroes Like You“ erzählen Ärzte, Krankenschwestern und Polizisten von Momenten, in denen sie helfen konnten – und warum diese Hilfe ihr Leben reicher gemacht hat. Ein unheilbar kranker Mann zum Beispiel, der weiß, dass er nur noch kurze Zeit hat, zeigt sich unendlich dankbar, dass sich die Organisation von Erika Kirk auch „danach“ (so drückt er sich aus, weil seine kleinen Kinder bei dem Interview dabei sind) um seine Familie kümmern wird.
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