So schlimm wie jetzt war die wirtschaftliche Lage in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Zu diesem Schluss kommt das Handelsblatt Research Institute (HRI) in einer aktuellen Konjunkturprognose. Demnach wird die Wirtschaft 2025 um 0,1 Prozent schrumpfen und somit ins dritte Rezessionsjahr nach 2023 und 2024 gehen.
Im vergangenen Jahr lag das Wirtschaftswachstum bei negativen 0,2 Prozent und war damit nur leicht besser als das Minus von 0,3 Prozent im Jahr 2023. Eine zweijährige Rezession gab es zuletzt 2002 und 2003. Damals schrumpfte die Wirtschaft erstmals zweimal in Folge. Jetzt könnte es erstmals zu einem dritten Rezessionsjahr kommen – während die Inflation bei über zwei Prozent bleibt.
Das Handelsblatt schreibt: „Solch eine lange Durststrecke gab es noch nie in der bundesdeutschen Geschichte.“ Erst für 2026 sieht das HRI mit 0,9 Prozent erneut ein leichtes Wachstum der deutschen Wirtschaft vor. Laut Wirtschaftsminister Robert Habeck sollte es eigentlich bereits im neuen Jahr ein Wachstum von 1,1 Prozent geben – diese Schätzung aus dem vergangenen Oktober wurde allerdings bereits Anfang Dezember infrage gestellt.
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