Die EU will den bestehenden Emissionshandel (ETS-1) anpassen und Vorgaben für die Industrie minimal lockern. Doch das Grundproblem bleibt: Durch den erzwungenen Kauf von Emissionszertifikaten entstehen zusätzliche Kosten für die Unternehmen, die Produktion verteuert sich. Firmen außerhalb der EU haben damit oft einen Preisvorteil.
Am Mittwoch stellte die EU-Kommission den ersten konkreten Schritt zur minimalen Lockerung vor: Die Menge kostenpflichtiger CO2-Zertifikate in der Reserve soll vergrößert werden, um einen zu starken Preisanstieg zu verhindern. Das bisherige System der Marktreserve sieht vor, dass dem Markt CO2-Zertifikate im Rahmen der Marktstabilitätsreserve entzogen werden, wenn über 833 Millionen im Umlauf sind. Wenn zu wenige Zertifikate am Markt zirkulieren, können welche aus der Reserve hinzugefügt werden.
Unternehmen müssen pro ausgestoßener Tonne CO2 ein Zertifikat erwerben. Die Anzahl der verfügbaren Zertifikate wird im Laufe der Jahre schrittweise reduziert, sodass der Preis für CO2 steigt und die Unternehmen gezwungen werden, auf CO2-arme Techniken zu setzen. Wenn jedoch innerhalb des verfügbaren Rahmens zu viele oder zu wenige Zertifikate am Markt zirkulieren, greift die Marktstabilitätsreserve ein.
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