Ex-CDU-Mitglied Gerald Wagener: „Die AfD zieht der Union gepflegt einen Ring durch die Nase“

vor etwa 1 Jahr

Ex-CDU-Mitglied Gerald Wagener: „Die AfD zieht der Union gepflegt einen Ring durch die Nase“
Bildquelle: NiUS

Zwanzig Jahre war der Krefelder Unternehmer Gerald Wagener CDU-Mitglied. Als im März die Koalitionsverhandlungen begannen, erklärte er in einem ausführlichen Brief seinen Austritt. „Die CDU und dies ist nunmehr unumstößlich“, schreibt Wagener darin, „wird den Weg aller christlichen Parteien gehen, beginnend mit Italien, Holland oder auch Frankreich, nämlich in der Bedeutungslosigkeit versinken. Wir werden die Wähler entweder in Deutschland an die AfD verlieren oder in einer Politikunwilligkeit zurücklassen.“

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Bei „Schuler! Fragen, was ist“ erklärt er, warum er den Glauben an die Zukunft der Union verloren hat. Gebrochene Wahlversprechen, Schulden-Orgie, Aufgabe wichtiger Grundsätze zugunsten der Koalition mit der SPD. „Die Union hat fertig“, sagt Wagener. „Ich bezweifle, dass die CDU die Kraft hat, sich aus dieser Falle, in die sie sich hat rein manövrieren lassen, wieder herauskommt. Es geht doch in der Politik nicht darum, was ist gut für die Partei oder was ist gut für das politische Überleben, sondern es geht darum, was ist gut für das Land. Es geht darum, was der Wähler will. Und das fehlt uns im Moment. Die AfD zieht uns gepflegt einen Ring durch die Nase. Ich bin sehr sicher, als Herr Merz seine erste 1000 Milliarden Schuldengrenze verkündete, hat Frau Weidel sich einen trockenen Weißwein aufgemacht und sich zu Tode gelacht.“

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