In einem Beitrag für die Schweizer „Weltwoche“ rechnet der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) mit dem Sanktions-Irrsinn der EU gegenüber Russland ab. Die inzwischen 18 Sanktionspakete würden die Europäische Union mehr schwächen als Russland schaden. Zudem kritisiert Verheugen, dass die EU die Folgen nicht bedenke. Ein Auseinanderfallen der Russischen Föderation hätte für Westeuropa negative Konsequenzen.
Die Sanktionen der EU, die darauf abzielten, Russlands Wirtschaft zu schwächen und das Land politisch zu isolieren, seien nach hinten losgegangen, stellt der frühere Vizepräsident der EU-Kommission fest, nachdem die EU aktuell ihr 18. Sanktionspaket verhängt hat. Dieses richtet sich unter anderem gegen den Energie- und Bankensektor Russlands.
Verheugen, der von 2004 bis 2010 EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie war, schreibt in der „Weltwoche“, die Sanktionen der EU seien quasi ein Schuss ins eigene Knie. Sie würden sich vor allem auf ihre Urheber auswirken, der Westen habe die höchsten Kosten zu tragen.
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