Der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Hartmut Ebbing steht im Verdacht, einen siebenjährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Wie Bild berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig deswegen Anklage erhoben. Der Politiker soll vorbestraft sein: Schon im letzten Jahr wurde Ebbing laut Bild vom Amtsgericht Tiergarten wegen des Erwerbs und der Verbreitung kinderpornographischer Schriften zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Im aktuellen Fall soll Ebbing über ein „Datingportal“ zu einer sexuellen Beziehung mit der Mutter des Kindes gekommen sein. Diese habe ihre Söhne selbst sexuell missbraucht und Bilder dieser Handlungen an Ebbing geschickt. Auch gegen die Mutter, von Beruf Lehrerin, erhebt die Staatsanwaltschaft laut Bild Anklage, und zwar wegen „sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und der Herstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte“.
Im September 2021, also noch während der Freie Demokrat sein Abgeordnetenmandat innehatte, soll er selbst den jüngeren Bruder missbraucht haben. Die Verurteilung wegen Kinderpornographie im Jahr 2025 bezog sich auf den Zeitraum danach bis Juni 2023. Ebbing trat den Liberalen 1995 bei und wurde 2017 auf der Berliner Landesliste in den Bundestag gewählt. Dort wurde er zum kulturpolitischen Sprecher seiner Fraktion.
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