Felix Lobrecht und „Frauen100“: Wie die linksradikale Revolution ihre Kinder frisst

vor 12 Monaten

Felix Lobrecht und „Frauen100“: Wie die linksradikale Revolution ihre Kinder frisst
Bildquelle: NiUS

Egal wie woke du bist, für irgendwen bist du nicht woke genug – und wirst irgendwann selbst gecancelt. Diese Gewissheit, im Englischen bekannt unter dem Ausspruch „You can't be woke enough“, wird nun zur bitteren Realität für einen deutschen Comedian und eine progressive Initiative: Gemeint sind Felix Lobrecht und „Frauen 100“, die beide im Mittelpunkt von Shitstorms auf der Plattform Instagram stehen. Doch was war passiert?

Felix Lobrecht, Berliner Comedian, der durch seinen Podcast „Gemischtes Hack“ und Bühnenprogramme wie „All you can eat“ bekannt wurde, sagte in dem Apple Music-Podcast „HYPED ZEITGEIST“ von Aria Nejati, dass es für ihn ein „KO-Kriterium“ für eine Partnerin sei, wenn sie keine deutsche Muttersprachlerin sei. Er würde er sich „total hilflos“ fühlen. Für Lobrecht schien das eine harmlose, persönliche Vorliebe zu sein, er verweist zudem auf seinen Bruder, der „zum Beispiel mit einer Türkin verheiratet“ sei, „die erst seit zehn Jahren in Deutschland ist“. Die sprechen halt so einen „Türkisch-Deutsch-Englisch-Mix“, er würde sich in solcher Konstellation „beschnitten fühlen“.

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In der Gesprächsrunde, der neben dem Host Nejati und Lobrecht auch der Gangsterrapper Koljah Goldstein und die mexikanisch-deutsche Autorin Valentina Vapaux angehören, scheint die Aussage nicht sonderlich kontrovers aufgenommen zu werden. Goldstein berichtet, dass er in seiner Beziehung gar kein Deutsch spreche; Vapaux verweist zwischenzeitlich auf eine „Sprachlosigkeit“, die sie kenne, aber eigentlich als schön empfinde.

Doch der Clip löste einen Shitstorm aus, insbesondere von woken und progressiven Usern, die darin Diskriminierung und Rassismus sahen. Der Vorwurf lautet, dass seine Sprache nicht zufällig sei, sondern bewusste „dog whistles“ enthalte – subtile Signale, die sexistische, ableistische und rassifizierende Inhalte transportieren, speziell vor dem Hintergrund seiner medial dokumentierten Geschichte. Die schwarze Frau Peggy Adamu, die unter anderem für Sony Music arbeitet, empörte sich direkt, dass sie es problematisch empfinde, dass Lobrecht überhaupt eine Plattform geboten werde. „Gerade im Zusammenspiel mit seiner medial dokumentierten Geschichte – u.a. sexistische, ableistische und rassifizierende Aussagen – wirken bestimmte Formulierungen wie bewusste dog whistle.“ Plattformen mit dieser Reichweite, aber Adamu, hätten eine „Verantwortung“.

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